Das ultimative KI-Quiz
Kannst du deinen Augen noch trauen? KI-generierte Bilder sehen inzwischen täuschend echt aus – manchmal so echt, dass selbst kleine Details kaum noch Hinweise geben. In diesem Quiz musst du entscheiden: echtes Foto oder von künstlicher Intelligenz erstellt? Teste dein Auge für Details und finde heraus, wie gut du Fakes noch erkennen kannst.
Wir starten ganz einfach: Welches Bild einer gepressten Pflanze ist echt?
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So schön Bild Nr. 2 auch ist – es ist fake! Es handelt hierbei um eines der fotorealistischen Bilder nichtexistierender Pflanzen, die der Künstler Joan Fontcuberta für seine Serie „eHerbarium“ (2024–2025) mit dem KI-Modell Stable Diffusion generiert hat.
Es geht easy weiter – oder doch nicht?! Entscheide dich: Ist das AI-Slop oder einfach nur sehr stark bearbeitet?
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Na, wurdest du in die Irre geführt? Die puppenartige, sehr künstlich aussehende Figur ist natürlich das Ergebnis von KI und wurde dem Video „Welcome to Jankspace, Babes“ aus dem Jahr 2025 entnommen. In diesem erkunden die Künstler*innen Daniel Felstead und Jenn Leung mit einem Avatar von Julia Fox die aktuelle, von AI Slop übersättigte Internetkultur. AI Slop beschreibt übrigens Texte, Bilder, Videos oder Musik, die automatisiert von KI-Tools generiert werden, aber oberflächlich, repetitiv und wenig informativ sind.
Welches Bild ist fake?
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Fangfrage! Beide Bilder sind von KI generiert, wobei Bild Nr. 1 einen Ausschnitt aus der multimedialen Installation „The Fourth Memory“ (2025) von Grégory Chatonsky zeigt. Diese widmet sich einer neuen Art von Erinnerung durch generative KI-Modelle: Aus enormen Mengen digital gespeicherter menschlicher Erinnerungen setzen besagte KI-Modelle alternative Inhalte zusammen und kreieren damit mehrere Versionen einer Erzählung. Chatonsky versteht sein Werk als ein Grab auf einer unbewohnten Erde, aus dem belebt von einer Maschine verschiedenen Versionen seines Selbst wieder aufersteht.
Diese Aufnahme ist gänzlich ohne KI entstanden, richtig?
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Wenn du genau hingeschaut hast, hast du sicher ein Element entdeckt, das etwas Fehl am Platz wirkt: Der Fußballspieler, der sich in die sonst echte Aufnahme von Künstlerin Hito Steyerl verirrt hat, ist von KI generiert. Die Aufnahme ist ein Film-Snippet aus Steyerls Videoinstallation „Mechanical Kurds“ (2025), die sich u.a. auf Amazon Mechanical Turk, eine Onlineplattform für ausgelagerte Mikroarbeiten, bezieht. Steyerl dokumentiert die Arbeit von kurdischen Clickworker*innen in Flüchtlingslagern, wo sie zum Training unbemannter Drohnen beitragen, die dann möglicherweise gegen dieselbe kurdische Bevölkerung eingesetzt werden. Die Künstlerin ist für ihre Arbeit in die kurdischen Gebiete in Nordirak gereist und hat mit Mikroarbeit*innen sowie Journalist*innen vor Ort gesprochen.
Welches Vulkangestein wurde NICHT von der KI kreiert?
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Fangfrage! Keiner der beiden abgebildeten Steine ist KI-generiert. Dennoch ist einer fake. Das rechte Bild zeigt einen farbenfrohen Vulkanstein; links handelt es sich tatsächlich um eine Skulptur des Künstlers Julian Charrière. Dieser lässt in der Serie „Metamorphism“ (2016) Computerbauteile wie Mainboards und Prozessoren mit Erde zu skulpturalen Mineralformationen verschmelzen und stellt damit nicht nur die Frage nach dem digitalen Abfall und dessen Toxizität, sondern beleuchtet die materiellen und funktionalen Grundstrukturen hinter KI.
Was sagst du: Verrückter KI-Prompt oder verrücktes Werk?
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Wer nicht mit der Arbeit von Lara Favaretto vertraut ist, könnte hier falsch gelegen haben. Denn was gut ein verrückter KI-Prompt hätte sein können, ist eine Installation der italienischen Künstlerin, die 2014 im Zuge der Ausstellung „Unendlicher Spaß“ in der SCHIRN gezeigt wurde. Interessant ist die Bedeutung der Arbeit: Auf den ersten Blick erinnert sie an eine endlose Party, tatsächlich beschäftigt sich Favaretto häufig mit Vergänglichkeit, Zerfall und dem Spannungsfeld zwischen Feier und Verfall. Das ständig aufgewirbelte Konfetti wird oft als Bild für die Flüchtigkeit menschlicher Erfahrungen gelesen.
Welcher Mann war wirklich mit seiner Kamera in der Wüste unterwegs?
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Die richtige Antwort lautet: Der Mann in Bild Nr. 1! Darauf zu sehen ist Heinz Mack bei den Dreharbeiten zu seinem Film „Tele-Mack“ (1968-1969) zu sehen. Der Film entstand im Zusammenhang mit seinem berühmten Sahara-Projekt, bei dem Mack Skulpturen, Spiegel, Lichtstelen und geometrische Objekte in die Wüste brachte, um dort die Wirkung von Licht, Raum und Bewegung zu untersuchen. Bild Nr. 2 ist die Interpretation der KI.
Hier hat jemand sehr viel Aufwand in ein cooles Foto-Shooting gesteckt. Was sagst du, stimmt das?
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Traurig, aber wahr: Dieses Bild ist reine Fiktion und Teil der Bildserie „Cinéma vivant“ (2024) von Érik Bullot. Der Künstler nutzte dafür das generative KI-Modell Lexica. Ziel war es, dem „visionären Programm“ zur Zukunft des Kinos, das in den 1920er-Jahren vom symbolistischen Dichter Saint-Pol-Roux ausgearbeitet wurde, fotografische Sichtbarkeit zu verleihen.
Fast geschafft. Bei welchem Bild handelt es sich um ein echtes Foto?
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Bild Nr. 2 ist das Original und Teil von Franz Erhards Werk „Sehkanal“ (1996-1970). „Sehkanal“ gehört zu jener Werkgruppe, in der Erhard Wahrnehmung selbst zum Thema macht und seine Arbeiten nicht nur betrachtet, sondern durch körperliche Handlungen aktiviert werden sollten. Der „Kanal“ verweist dabei nicht auf ein Bildmotiv, sondern auf eine Struktur oder Vorrichtung, die den Akt des Sehens lenkt, begrenzt oder bewusst macht. Die KI hat sich an ihrer eigenen Version des Motivs versucht. Entstanden ist daraus eine täuschend echte Kopie: Bild Nr. 1.
Ein letztes Mal musst du dich entscheiden: Kommt dieses Bild gänzlich ohne KI aus?
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Hat dieses Bild dich irritiert? Dann hat es seinen Zweck erfüllt! Es handelt sich um eine 100% echte Fotografie der indischen Fotokünstlerin Gauri Gill. Das Werk „Untitled (74)“ stammt aus der Serie „Acts of Appearance“ (2015 – laufend) und wirkt auf den ersten Blick dokumentarisch: Zwei Personen bereiten Gemüse vor einem Haus zu. Doch die Masken verwandeln die Alltagssituation in etwas Surreales. Die Figuren scheinen weder ganz menschlich noch ganz tierisch zu sein. Genau diese Irritation ist zentral für die Serie.
Du hast {number correct}/{number of questions} Fragen richtig beantwortet!
Die KI hat dich erwischt! Ob Fotografie, Illustration oder KI-Bild – die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen zunehmend. In diesem Quiz hat dich die künstliche Intelligenz ziemlich erfolgreich in die Irre geführt. Aber keine Sorge: Damit bist du nicht allein. Selbst Expert:innen tun sich inzwischen schwer, KI-generierte Inhalte zuverlässig zu erkennen. Vielleicht ist das eigentliche Ergebnis dieses Quiz gar nicht, wie viele Fragen du richtig beantwortet hast, sondern wie überzeugend KI inzwischen geworden ist.
Du hast {number correct}/{number of questions} Fragen richtig beantwortet!
Du hast ein gutes Auge. Du erkennst viele typische Merkmale KI-generierter Inhalte und hast dich nicht von jedem Bild täuschen lassen. Gleichzeitig zeigt dein Ergebnis, wie komplex die Unterscheidung mittlerweile geworden ist. KI-Systeme werden immer besser darin, Bilder zu erzeugen, die unseren Sehgewohnheiten entsprechen. Manchmal verraten sie sich noch durch kleine Details – manchmal aber auch gar nicht. Dein Ergebnis liegt genau dort, wo die meisten Menschen landen dürften: zwischen Skepsis und Unsicherheit.
Du hast {number correct}/{number of questions} Fragen richtig beantwortet!
KI-Detektiv:in auf Expertenniveau. Beeindruckend! Du hast ein ausgesprochen gutes Gespür dafür, welche Bilder von einer KI stammen und welche nicht. Offenbar achtest du auf Details, hinterfragst visuelle Eindrücke und lässt dich nicht so leicht täuschen. Trotzdem gilt: Auch die besten Beobachter:innen werden es in Zukunft immer schwerer haben. Die Technologie entwickelt sich rasant, und die Frage „Ist das echt?“ wird uns noch lange beschäftigen. Für den Moment kannst du dir aber auf die Schulter klopfen – dein KI-Radar funktioniert hervorragend.